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Erneut Kartellanzeige gegen Google

Schaffhausen, 25. Mai 2014: CONTAXE hat heute erneut eine Kartellanzeige gegen Google bei der EU-Kommission in Brüssel eingereicht. Die Ausführungen der ersten Wettbewerbsbeschwerde aus Juni 2013 wurden noch einmal um weitere Beschwerdepunkte erweitert. Die Kernpunkte der Beschwerden sind:

Unlauteres Geschäftsgebaren von Google
(Das Foto darf für die Berichterstattung über CONTAXE verwendet werden)

  • Verknüpfung von mehr als 100 Google-Diensten mit seiner marktbeherrschenden Suchmaschine, Quersubventionierung und Bündelung von Diensten.

  • Umleitung und Kontrolle von Internet-Traffic mittels Aufbau zusätzlicher infrastruktureller Dienste, wie u. a. Android, Google Chrome und Google DNS.

  • Direkte Manipulation von Suchergebnissen bei "Money Keywords" zugunsten eigener Dienste und bevorzugten Kooperationspartnern und Kunden.

  • Reglementierung von Websitebetreibern bei der Refinanzierung von Websites mit anderen Werbeprogrammen.

  • Erzwingung von Google-Konto-Eröffnungen zur leichteren Erfassung personenbezogener Daten.

  • Verknüpfung seiner Suchmaschinenwerbung auf einer Plattform mit Werbung auf Websites im Google Display Netzwerk, sowie mit Werbung auf mobilen Geräten.

  • Bindung und Kontrolle von Mobile-Werbung durch den zwingenden Einsatz des Google Betriebssystems Android, Google Play, Google Maps, wie auch anderer Google-Dienste auf Smartphones.

  • Benachteiligung von Websites mit CONTAXE Werbung.

  • Ausgrenzung von Wettbewerbern durch exklusive Kooperationen mit ausgewählten Partnern auf hauseigenen Technologieplattformen.

  • Massgebliche Finanzierung des Browser-Addons Adblock Plus, mit dem CONTAXE Werbung blockiert, Google Werbung jedoch angezeigt wird.

 


Dazu sagt CONTAXE-Chef Matthias Hofmann:
 "Wir gehen davon aus, dass die EU-Kommission über die Tatsache marktmissbräuchlichen Verhaltens durch Google seit langem gut informiert ist. Wieso sie dennoch das vor allem für die klein- und mittelständigen Unternehmen Europas existentiell wichtige Wettbewerbsverfahren gegen Google bereits über dreieinhalb Jahren hinauszögert, ist unbegreiflich.

Das unnötig lange Verfahren hat den ohnehin geschädigten Wettbewerb in vielen Geschäftsfeldern, in denen Google eine marktbeherrschende wenn nicht sogar monopolähnliche Stellung inne hat, in einer alarmierenden Weise zusätzlich geschädigt oder vollständig ausgelöscht. Und dennoch darf Google weiterhin neue Geschäftsmodelle präsentieren, welche genau mit dem Geld finanziert werden, das in den zurückliegenden Jahren mit marktmissbräuchlichen Methoden eingenommen und zudem unter Anwendung von Steuervermeidungstricks unter den Augen europäischer und US-Finanzämter nach Bermuda verschoben wurde.



Nachdem nahezu täglich Klagen von Marktteilnehmern und Verbraucherschützern über das unlautere Marktverhalten von Google zu hören sind und selbst der Springer-Konzern die totale Abhängigkeit von Google beklagt, hat nun mit Ringier auch ein weiteres grosses Medienunternehmen Europas die Marktmacht von Google angeprangert. Spätestens jetzt sollte wirklich jedem EU-Kommissionsmitglied, insbesondere dem Wettbewerbskommissar, die Ernsthaftigkeit der Beschwerden und die Dringlichkeit der echten Wiederherstellung des Wettbewerbs bewusst sein.

Über CONTAXE

Unter Anwendung eigener proprietärer Technologien betreibt CONTAXE einen Marktplatz für Online-Werbung, auf dem Werbeplätze nach vielfältigen Kriterien er- und versteigert werden können.

Da die Kartellbehörden gegen das unlautere Marktverhalten von Google über Jahre hinweg nichts unternommen haben hat CONTAXE vor wenigen Wochen seinen Betreib eingestellt. Die Suche nach einem Käufer war bisher erfolglos, so dass der Gang in die Insolvenz droht.

Mehr Infos gibt es unter Imagebroschüre and Presse.

Pressekontakt:

Matthias Hofmann
CONTAXE AG
Schaffhausen
Schweiz
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Tel: 
+41 (0)52 511 22 77

E-Mail: presse@contaxe.com

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