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CONTAXE beantragt Insolvenzeröffnung

CONTAXE versus Google - David versus GoliathNachdem der Verkauf von CONTAXE vorerst gescheitert ist, und sich Google auch bei einer erneuten Anfrage geweigert hat, für sein unlauteres Geschäftsgebaren in Form einer Schadenersatzzahlung geradezustehen, hat die Aktionärsversammlung heute die Abgabe einer Insolvenzerklärung beschlossen und den Verwaltungsrat mit den gesetzlich vorgeschriebenen Massnahmen zur Konkurseröffnung beauftragt. Die Zukunft von CONTAXE ist damit vorerst ungewiss. Die weitere Verfahrensweise entscheidet nun das zuständige Konkursgericht, welches über den Gesamtsachverhalt informiert wurde.

Zehntausende CONTAXE Nutzer, genauso wie Aktionäre und Mitarbeiter, hoffen nun auf eine energisches Vorgehen der EU-Kommission und der europäischen Strafverfolgungsbehörden gegen das zutiefst menschenverachtende Marktverhalten von Google im Zusammenhang mit der vor wenigen Tagen eingereichten Kartellanzeige. Die von CONTAXE mit Google bis zum heutigen Tag geführte Korrespondenz hat den Eindruck erweckt, als sei es dem Monopolisten völlig egal, dass er Marktteilnehmer und Verbraucher durch seine asozialen Geschäftspraktiken schädigt.

Geradezu wohltuend ist es demgegenüber, dass sich mehrere langjährige Rechteinhaber von CONTAXE in der heutigen Aktionärsversammlung dazu bereit erklärt haben, einen erheblichen Teil möglicher Schadenersatzzahlungen für die Rückzahlung der Guthaben von Werbepartnern zu verwenden. Dies ist in einer Zeit, in denen sich nicht wenige Wirtschaftsmanager vor einer drohenden Pleite noch schnell die Taschen füllen, alles andere als selbstverständlich und bedeutet in der Praxis, dass alle Nutzer der Werbeplattform ihr Geld spätestens dann komplett zurückerhalten, wenn die EU-Kommission ihren gesetzlichen Auftrag erfüllt und Google kurzfristig zu einer Einigung mit seinen Opfern zwingt.

 

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